Weisswein
Was sind die wichtigsten Merkmale von Weißwein?
Wein.Beginner sind in der Regel große Fans von Weissweinen, die sich mit den Stichwörtern frisch und fruchtig am besten beschreiben lassen. Bei den Wein.Nerds sehen die Erwartungen und Vorlieben meist etwas anders aus. Die wichtigsten deutschen Weisswein-Rebsorten sind u.A. Riesling, Grauburgunder, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Silvaner uvm. Natürlich könnt ihr diese und viele andere Weißweine bei uns bestellen und euch von den unterschiedlichen Eigenschaften selbst überzeugen. Denn auch hier gilt - probieren geht über studieren!
Weisswein
Wie wird Weißwein hergestellt? (Vinifikation)
Weisswein wird überwiegend aus hellen Beeren produziert. Die Beeren bewegen sich im Farbspektrum zwischen grün, gelb und hellrot. Damit der Wein seine überwiegend helle Farbe behält, wird die Beerenschale direkt nach dem Abpressen entfernt. Das Resultat ist, je nach Rebsorte, strohgelb bis goldgelb gefärbter Wein. Weissweine werden typischerweise in Edelstahltanks ausgebaut. Kräftigere Weissweinsorten können aber auch in Barrique-Fässern ausgebaut werden. Besonders häufig wird Chardonnay im Holzfass ausgebaut. Leichte Röstaromen, Eichennoten und dezente Vanillearomen machen Weisswein aus Holzfässern zu perfekten Begleitern von intensiveren und würzigeren Speisen.
Welchen Einfluss hat die unterschiedliche Herstellung von Weiß- und Rotweinen auf die Weine und ihre Eigenschaften?
Die Unterschiede liegen nicht nur den Trauben (Rebsorten) sondern auch in der Art, wie die Trauben gepresst und vergoren werden. Weissweine werden sofort nach der Lese gepresst und vergoren. Hier liegt der entscheidende Unterschied zum Rotwein. Während der Vinifikation von Rotwein, werden die angepressten Trauben erst nach der Maischegährung vom Most getrennt. (Die Maische ist eine dickflüssige Substanz aus Saft, Fruchtfleisch, Traubenkernen und Schalen.) Bei diesem Prozess bekommt der Rotwein auch seine Farbe, da sich die Farbpigmente in der Traubenschale befinden. Eben das passiert bei Weißwein nicht.
Beliebte weiße Rebsorten
Die internationale Rebsorte Chardonnay hat die größte Verbreitung unter den Weissweinen und gehört zu den sog. noblen Weinsorten. Sein Geschmack bietet eine Vielzahl von Aromen, die abhängig vom Terroir sind. Das ist auch der Grund, warum sich die Geister am Chardonnay scheiden. Auf der einen Seite gibt es viele Verehrer und auf der anderen Seite gibt es die Gegner, die nach der Regel "Anything But Chardonnay" leben. Der Grauburgunder z.B. eckt viel weniger an, weil er mit seinem duftigen und säurearmen Charakter deutlich mehr Menschen anspricht. Auch der Sauvignon Blanc mit seinen aromatisch fruchtigen Eigenschaften ist ein echter Crowd-Pleaser. Sauvignon Blanc, Chardonnay und Grauburgunder (Pinot Gris) sind die wichtigsten Weissweinsorten der Franzosen. Sie werden aber auch in den meisten anderen Weinländern angebaut. Eine bunte Weißwein Mischung findet ihr in unserem Weissweinpaket "Weisses Allerlei" – nach ein paar Klicks und unserem schnellen Versand, könnt ihr Euch direkt selbst überzeugen.
Deutsche Weissweine - geht auch mehr als Riesling?
Der Riesling ist heutzutage die am meisten angebaute Rebsorte in Deutschland. Das war nicht immer so. Bis in die späten 90er Jahre war hierzulande der Silvaner die am meisten verbreitetste Rebsorte. Am meisten ist der Riesling für seine Säure bekannt - doch bringt er darüber hinaus noch viele harmonische Aromen, geprägt von gelben Früchten, mit. Abhängig vom Terroir kann der Riesling auch mineralische Eigenschaften mitbringen. Diese deutsche Rebsorte zählt ebenfalls zu den noblen Rebsorten - nicht nur wegen seiner Eigenschaften, sondern auch wegen seiner extremen Haltbarkeit (bei entsprechendem Ausbau). Der Riesling ist gerade deswegen auch sehr unter den Wein.Nerds sehr beliebt. In jungen Jahren weißt er andere Geschmackseigenschaften aus, als nach ein paar Jahren Lagerung im Keller. Insgesamt ist Deutschland eher als Weissweinland bekannt, weil ungefähr zwei Drittel der deutschen Rebflächen mit Weisswein bepflanzt sind. Weitere beliebte deutsche Rebsorten sind: Müller-Thurgau, Silvaner, Grauburgunder und Weissburgunder.
Trocken - oder nicht Trocken. Das ist die Lieblingsfrage.
Trocken, halbtrocken und lieblich sind verschiedene Süßegrade von Wein. Diese Begriffe geben an, wieviel Restzucker im Wein enthalten ist. Vor einigen Jahrzehnten waren deutsche Weissweine noch ein Synonym für halbtrockene bis liebliche Weine. Nach den 90er Jahren, wahrscheinlich ausgelöst durch den Glykol-Skandal, gab es ein radikales Umdenken. Seitdem wurden die Weine überwiegend trocken ausgebaut. Doch nicht nur das Verhältnis von Restzucker zu Säure ist entscheidend für die Qualität eines Weines, sondern natürlich auch das Handwerk und die Stilistik des Winzers. Zu den angesehensten Weinen gehören heutzutage immer noch halbtrockene, liebliche und süße Prädikatsweine. Hier sind insbesondere die lieblich ausgebauten Spätlesen zu nennen, bei denen die Trauben (wie der Name schon sagt) sehr spät gelesen und oft bis zur maximalen Reifung an der Rebe gelassen werden. Weitere süß ausgebaute Weine sind Beerenauslesen und Eisweine, die oft Aromen von Honig aufweisen und die man gerne als Dessertweine bezeichnet. Weinrechtlich ist die Bezeichnung "trocken" bis zu einem Zuckergehalt von 9g/l erlaubt. Als durchgegoren werden Weine bezeichnet, die 4 g/l oder weniger aufweisen. "Halbtrocken" ist die Bezeichnung für Weine, die einen Restzuckergehalt von maximal 18 g/l aufweisen. Liebliche Weine weisen einen höheren Restzuckergehalt als 18 g/l auf – maximal jedoch bis 45 g/l. Alles was über diesem Wert liegt wird, als süß bezeichnet.
Weissweine: Rebsorten, Aromen und Foodpairing
Weissweine werden typischerweise gerne als Essenbegleiter für Fisch und Meeresfrüchte, aber auch zu Käseplatten und Süßspeisen serviert. Es gibt aber auch einige kräftige im Holz ausgebaute Weissweine, die gut als Fleischbegleiter dienen können. Weniger bekannte Rebsorten, die momentan stark im Kommen sind, wie z.B. Solaris und Seyval Blanc gehören zu den sogenannten PIWI-Rebsorten. PIWI steht für pilzwiderstandsfähige Rebsorten. Gerade im Zusammenhang mit nachhaltigem Weinbau, der mit minimalen Eingriffen auskommen möchte, könnten diese Rebsorten eine große Zukunft bevorstehen.
Wer hat den ersten Weißwein angebaut?
Die Geschichte des Weißweins begann genau wie die Geschichte des Rotweins in der griechischen Antike. Demnach wurden die ersten Weine schon vor Christi Geburt nach einem komplexeren Weissweinverfahren produziert. Die Römer waren es dann, die den Weinbau in Mitteleuropa verbreitet haben. Dort wurde der Weinbau von christlichen Mönchen perfektioniert und populär gemacht.
Wie schmeckt Weisswein typischerweise?
Da es sehr viele verschiedene Rebsorten gibt, gibt es dementsprechend auch eine große Bandbreite an Aromen und Geschmäckern, die man mit Weissweinen assoziiert. Wichtige Einflußfaktoren auf den Geschmack sind unter Anderem: Rebsorte, Region, Jahrgang und Herstellungsprozess. Die Geschmacksvielfalt geht von Zitrusaromen über würzige Noten im Muskateller bis hin zu floralen Aromen in portugiesischen Weissweinen.
Was ist die perfekte Trinktemperatur für Weisswein?
Wir trinken unsere Weissweine in der Regel bei sechs bis acht Grad Celsius. Dies gilt insbesondere für junge und frische Weissweine. Kräftigere und reifere Weissweine vertragen auch auch paar Grad mehr. Perl- und Schaumweine trinkt man in der Regel eher bei sechs Grad.


















































